Langschwanz-Kegelbiene

Die Heidekraut Seidenbiene ist eine von wenigen Wildbienenarten, die auch bei Regen gesichtet werden kann.

Eine Spätsommerfliegerin

Es wird allmählich kühler, die ersten Blätter fallen und die Blütezeit vieler Pflanzen neigt sich dem Ende zu. Der September ist da. An sonnigen Spätsommertagen können noch so einige Bienen beobachtet werden – doch nur wenige fliegen bei trüben Wetter. Tatsächlich gibt es eine Art, die selbst bei Regen fliegend gesichtet werden kann: die Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus). Wie der Name bereits vermuten lässt, ist C. succinctus stark an ihr Habitat gebunden – und wenn das Meiste schon verblüht ist, lassen Heideflächen noch ganze Landstriche in blass-lila erstrahlen.

Spät im Jahr ist sie an Heidegewächsen (Ericaceae) zu beobachten, vor allem an Heidekraut oder Besenheide (Calluna), woran sie leicht zu erkennen ist. Sie teilt sich diesen Lebensraum nur noch mit der Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes). Ansonsten ähnelt sie mit ihrem goldbraunen Pelz an Kopf und Thorax und dem dunkelbraunen Körper mit den typischen Querbinden anderen Seidenbienen und der etwa gleichgroßen Honigbiene (Apis mellifera).

  • Dies ist eine kleine Bildunterschrift zum oben gezeigten Slider-Bild.
    Wenn sie mehrzeilig läuft, dann nur über eine bestimmte Anzahl an Spalten und nicht so breit wie das Bild.

  • Dies ist eine kleine Bildunterschrift zum oben gezeigten Slider-Bild.
    Wenn sie mehrzeilig läuft, dann nur über eine bestimmte Anzahl an Spalten und nicht so breit wie das Bild.

  • Dies ist eine kleine Bildunterschrift zum oben gezeigten Slider-Bild.
    Wenn sie mehrzeilig läuft, dann nur über eine bestimmte Anzahl an Spalten und nicht so breit wie das Bild.

    Steckbrief

    Familie

    Megachilidae

    Körpergröße

    11 – 13 Millimeter

    Flugzeit

    Juni – September

    Verbreitung

    Die Langschwanz-Kegelbiene ist fast über die gesamte Paläarktis verbreitet. Sie kommt in Europa, Russland, Zentralasien, Sibirien und Nordafrika vor. In Deutschland ist sie lückenhaft verbreitet aber selten, besonders im Norden ist sie sehr selten bis fehlend. Ihr Vorkommen richtet sich grundsätzlich nach dem Vorkommen ihrer Wirte.

    Nistweise

    Die Weibchen der Langschwanz-Kegelbiene legen ihre Eier in die Nester verschiedener Arten der Mörtel- und Blattschneiderbienen. Dafür nutzen sie ihren spitzen Hinterleib, mit dem sie durch die Hülle der Brutzelle stechen können. Sie gelten daher als sogenannte Brutparasiten. Nachdem die Larve geschlüpft ist, ernährt sie sich vom Pollenvorrat des Wirtes und tötet anschließend die Wirtslarve. Langschwanz-Kegelbienen legen also keine eigenen Nester und Nahrungsvorräte an und sammeln daher keine Pollen. Sie haben jährlich nur eine Generation und überwintern als Larven im Kokon.

    Ernährung

    Die Larven der Langschwanz-Kegelbiene ernähren sich kleptoparasitisch. Dies bedeutet, dass sie die Nahrung ihres Wirtes nutzen. Als Imago ernähren sie sich vom Nektar verschiedener Pflanzenarten wie Hornklee (Lotus corniculatus), Gewöhnlichem Natternkopf (Echium vulgare) oder Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa).

    Wirtsbienen

    Die Langschwanz-Kegelbiene parasitiert bei mehreren Bienenarten aus der Gattung der Mörtel- und Blattschneiderbienen (Megachile). Innerhalb dieser Gattung wurde sie bereits bei 6 verschiedenen Arten als Parasit beschrieben. Unter anderem legt sie Ihre Eier in die Nester von Megachile centuncularis, M. circumcincta, M. leachella und M. pyrenaea. Dieses breite Wirtsspektrum ist für Kuckucksbienen sehr ungewöhnlich.

    Gefährdung und Schutz

    Nicht gefährdet, aber besonders geschützt nach BNatSchG.

    © Wildbienen