Ergebnisse der Wildbienenkartierung 2025

Seit 2019 untersucht die Deutsche Wildtier Stiftung, wie sich speziell angelegte Blühflächen auf die Wildbienenfauna in Berlin auswirken. Die aktuellen Ergebnisse des Wildbienen-Monitorings 2025 zeigen: Die Maßnahmen sind ein Erfolg!

Wildbienen in Berlin: Ergebnisse der Kartierung aus dem Jahr 2025

Das Wildbienen-Monitoring 2025 bestätigt erneut den hohen ökologischen Wert der Blühflächen der Deutschen Wildtier Stiftung in Berlin. Auf zehn untersuchten Flächen in den östlichen und südlichen Randbezirken der Stadt wurden 88 Wildbienenarten nachgewiesen, darunter elf bundesweit gefährdete Arten der Roten Liste. Vier Arten wurden erstmals auf den Projektflächen gefunden, sodass die Gesamtzahl der im Projekt erfassten Arten inzwischen auf 182 ansteigt – rund 55 Prozent aller aktuell in Berlin bekannten Wildbienenarten.

Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen seltener und spezialisierter Arten mit hohen Lebensraum- und Nahrungsansprüchen. Hervorzuheben ist der Nachweis der Herz-Maskenbiene (Hylaeus cardioscapus), einer extrem seltenen Art mit nur wenigen bekannten Vorkommen in Deutschland. Daneben wurden insgesamt 21 oligolektische Wildbienenarten nachgewiesen werden, darunter die Hasenklee-Seidenbiene (Colletes marginatus), die Filzbindige Seidenbiene (C. fodiens) und die Östliche Zwergwollbiene (Pseudoanthidium nanum), allesamt bundesweit gefährdet.

Die Ergebnisse zeigen, dass artenreiche Blühmischungen Wildbienen auch in den Berliner Außenbezirken wirksam fördern und selbst anspruchsvollen Arten langfristig geeignete Lebensräume bieten.

Mehr über das Projekt und die Forschungsergebnisse gibt es hier:

© Wildbienen