Hamburg brummt!

20 Millionen Blühpflanzen mehr für Hamburg! Mit ihrem Wildbienenprojekt setzt die Deutsche Wildtier Stiftung seit 2015 dem Insektensterben in Hamburg etwas entgegen. Die norddeutsche Stadt ist seitdem viel wildbienenfreundlicher geworden.

175

Wildbienenarten sind bislang in Hamburg bekannt!

  • ARTENREICHES GRÜNLAND IN WILHELMSBURG!

    Wir unterstützen die Stiftung Ausgleich Altenwerder bei der Umwandlung ehemaliger Ackerflächen in artenreiches Grünland!

  • NATÜRLICHE NISTSTRUKTUREN!

    Wir schaffen gemeinsam mit dem Airport Hamburg Lebensräume für Wildbienen.

  • BUNT BLÜHENDE WILDBLUMENFLÄCHEN!

    Wir schaffen Nahrung für viele Insekten auf dem Friedhof Ohlsdorf!

  • GOLFPLÄTZE WERDEN BUNT!

    Gemeinsam mit dem Deutschen Golf Verband e.V. legen wir Wildblumenflächen auf Golfplätzen rund um Hamburg an!

  • WIR ERFASSEN DEN BESTAND DER WILDBIENEN!

    In Hamburg erstellen wir die 1. Rote Liste der Wildbienen und Wespen!

  • WIR INFORMIEREN ÜBER DIE SPANNENDE LEBENSWEISE DER WILDBIENEN!

    Zusammen mit dem Tierpark Hagenbeck haben wir einen Lehrpfad erstellt, den kaum jemand bekommt bei einem Spaziergang durch den Tierpark mit, dass hier viele Wildbienen ein Zuhause finden. Und deren Lebensweise ist genauso spannend, wie die der großen Tiere!

  • WIR INFORMIEREN DIE ÖFFENTLICHKEIT!

    In Planten un Blomen experimentieren wir mit einer Wildbienennisthilfe der anderen Art! Sie soll auf die bedrohten Tiere aufmerksam machen.

  • WILDBLUMENWIESE

    Überall in Hamburg entstehen kleine Paradiese für zahlreiche Insekten!

  • TECHNISCHE UNIVERSITÄT HAMBURG HARBURG

    Auch an der TUHH blüht es nun bunt!

  • STIFTUNG AUSGLEICH ALTENWERDER

    Zusammen mit der Stiftung Ausgleich Altenwerder entwickeln wir in Wilhelmsburg artenreiches Grünland!

  • Stiftung Ausgleich Altenwerder

    Bereits 2016 haben wir begonnen und gestalten jährlich weitere Flächen!

  • Stiftung Ausgleich Altenwerder

    Unser Ziel: 9 Hektar artenreiches Grünland!

  • Stiftung Ausgleich Altenwerder

    Bereits im ersten Jahr entwickeln die Flächen ein ansprechendes Blühangebot!

Aktuelles aus Hamburg

Deutsche Wildtier Stiftung

UNSERE PROJEKTPARTNER

Die Deutsche Wildtier Stiftung zeigt mit ihren Projektpartnern in der Freien und Hansestadt Hamburg, wie Wildbienenlebensräume in einem urbanen Umfeld gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren geschaffen werden können. Zusammen gestalten wir möglichst strukturreiche Lebensräume. Dafür werden Wildblumenflächen angesät, alte Baumstämme ausgebracht, Sand- und Steinhaufen angelegt sowie Abbruchkanten und offene Bodenstellen als Nistmöglichkeiten gestaltet. Wir möchten aber auch ein Bewusstsein für die Probleme und Gefährdung der Wildbienen schaffen. In Hamburgs traditionsreichem Tierpark Hagenbeck kann seit 2017 ein Wildbienenrundgang bestaunt werden. Auch eine übergroße Nisthilfe im botanischen Garten, der in Hamburg „Planten un Blomen“ heißt, lässt Besucher am faszinierenden Leben der kleinen Insekten teilhaben.

Besonderheit Rote Liste

Die Deutsche Wildtier Stiftung erstellt derzeit die erste Rote Liste der Wildbienen und Wespen von Hamburg. Das 2016 gestartete Projekt wird von dem Wildbienenexperten Dr. Christian Schmid-Egger betreut und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartnern, vor allem vom Zoologischen Institut sowie dem Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg, durchgeführt.

Wie läuft die Erfassung der Wildbienen und Wespen ab?

Die Untersuchungsflächen werden jeweils zwischen April und August in regelmäßigen Abständen (5 – 6 x) untersucht. Die Flächen müssen so häufig begangen werden, da viele solitäre Wildbienen arttypische Flugzeiten von nur wenigen Wochen haben. Das heißt, dass wir im Frühjahr andere Arten vorfinden als im Spätsommer. Da Wildbienen nur an trockenen und warmen Tagen aktiv sind, müssen die Begehungen immer sehr kurzfristig geplant und durchgeführt werden. Hauptwerkzeug der Biologen ist hierbei der Kescher mit denen die Bienen gefangen werden. Zusätzlich werden Fallen, wie die Malaisefalle (Zeltartige Falle zum Erfassen von Fluginsekten), eingesetzt. Wildbienen, die nicht sicher während der Begehung auf Ebene der Art bestimmt werden können, werden der Natur entnommen, um sie im Labor unter dem Binokular (ähnlich einer Lupe) zu präparieren und zu bestimmen. Da Wildbienen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes stehen, wurde uns für das Vorhaben von der Umweltbehörde Hamburg eine Ausnahmegenehmigung für den Fang ausgestellt. Das Abtöten und die Präparation der Tiere sind erforderlich, weil die Unterscheidungsmerkmale vieler Wildbienenarten nur bei hoher Vergrößerung erkennbar sind. Bei einer Reihe von Tieren müssen auch die männlichen Genitalien heraus präpariert werden, anhand derer die Arten dann erkannt werden können. Nur etwa 20-30 % aller Arten lassen sich direkt im Gelände bestimmen.

Wenn ihr mehr über die Rote Liste erfahren wollt, klickt HIER.

Vielen Dank an unsere Partner, die sich in Hamburg für die Wildbienen einsetzen!

Bildquellen

  • Hamburg Airport: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Ohlsdorfer Friedhof – Lärchenallee: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Kescherfang: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Dr. Christian Schmid-Egger bei der Arbeit: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Malaisefalle: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Knotenwespe: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Sandwespe: Deutsche Wildtier Stiftung
  • Rote Liste: Deutsche Wildtier Stiftung