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Wildbienenarten sind in Hamburg bekannt.
Hamburg brummt! - 10 Jahre Engagement für Wildbienen in Hamburg!
In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: Unser Projekt wird 10 Jahre alt! Was 2015 mit zwei engagierten Partnern – dem Ohlsdorfer Friedhof und dem Hamburg Airport – begann, hat sich zu einem weitreichenden Netzwerk für den Schutz der Wildbienen entwickelt. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern haben wir über 70 Flächen aufgewertet und rund 190.000 Quadratmeter Lebensraum für Wildbienen geschaffen.
Wir danken all unseren Partnern für Ihren Einsatz für den Schutz der Wildbienen!
Das Projekt in Zahlen
seit über 10 Jahren aktiv im Wildbienenschutz
über 30 Projektpartner gewonnen
190.000 m² Wildbienenlebensraum geschaffen
Pilotprojekt mit dem HVV
Seit 2021 konzentrieren wir uns zusammen mit dem Hamburger Verkehrsverbund verstärkt darauf, an repräsentativen Haltestellen Nahrungs- und Nistangebote für Insekten zu schaffen. Diese Flächen dienen als „Trittsteine“ für Wildbienen auf ihrem Weg zu weiteren Nahrungsquellen und tragen zum Biotopverbund bei.
26% der Bienen- und Wespenfauna in Hamburg wurden auf unseren Projektflächen nachgewiesen. Das sind 172 Wildbienen- und Wespenarten!
➡️Hier geht es zu unserem Pilotprojekt "Blühende Haltestellen"!
Pilotprojekt mit der Wall GmbH:
Es ist eine Kooperation des Unternehmens Wall GmbH und der Deutschen Wildtier Stiftung und ein in Deutschland bislang einzigartiges Projekt: 2022 wurde erstmals der ökologische Mehrwert kleiner Gründächer auf Bushaltestellen in Großstädten wissenschaftlich untersucht. Wir konnten dabei 49 verschiedene Wildbienen- und Wespenarten auf nur zwei begrünten Fahrgastunterständen in Hamburg nachweisen. Darunter seltene und bedrohte Arten sowie eine Wespenart, die zuvor noch nie in der Hansestadt gefunden wurde.
Aufgrund dieser durchgehend positiven Ergebnisse erweiterte die Wall GmbH das Projekt 2024 um zusätzlich fünf begrünte Fahrgastunterstände in Hamburg. Auch die neu begrünten Unterstände wurden wissenschaftlich untersucht. Dabei konnten 68 Wildbienen- und Wespenarten nachgewiesen werden. Darunter ein Erstnachweis für Hamburg und mehrere bedrohte und spezialisierte Arten.
Das Fazit: Gründächer auf Bushaltestellen können neue Lebensräume für Insekten selbst in verdichteten urbanen Stadträumen schaffen
➡️Hier geht es zu dem Kartierungsbericht!
Weitere Projekte
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Naturschutzmaßnahmen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Auf Friedhöfen in Deutschland finden zahlreiche Pflanzen und Tiere optimale Bedingungen zum Leben. Richtig gestaltet bieten sie Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze, auch für bedrohte Wildbienenarten. Gemeinsam mit dem Ohlsdorfer Friedhof haben wir bereits eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um das große Parkgelände ökologisch aufzuwerten. Dazu gehört neben der Entwicklung angepasster regionaler Wildblumenflächen auch die Förderung und Anlage Niststrukturen: Dazu gehören Totholz, offensandiger Boden, Abbruchkanten, Steilwände und Böschungen.
Hier geht's zum digitalen Wildbienenrundgang auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
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Wettbewerb für naturnahe Kleingärten
In Zusammenarbeit mit dem Landesbund der Gartenfreunde e.V. und dem Naturgarten e.V. werden Gartenfreunde dazu ermutigt, ihre Gärten naturnah auszurichten. In Wettbewerben – wie im Jahr 2021/2023 – werden nicht nur einzelne Kleingärtner, sondern auch Kleingartenvereine für ihre naturnahe Gestaltung ausgezeichnet.
Auch für 2027 ist wieder ein Wettbewerb geplant!
Hier geht's zu der Broschüre zum Wettbewerb!
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Naturnahe Gestaltung von Pausenhöfen
Kinder benötigen ansprechende Außenbereiche, die ihnen wichtige Erfahrungen für ihre Entwicklung ermöglichen. Naturerlebnisse spielen dabei eine entscheidende Rolle, doch leider nimmt die Entfremdung von der Natur zunehmend zu. Daher ist es wichtig, die Gestaltung von Kita-, Schul- und Spielgeländen zu überdenken. Diese Flächen sollten mehr bieten als standardisierte Grünflächen und asphaltierte Bereiche.
Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung mit mehreren Bildungseinrichtungen in Hamburg Projekte zu einer naturnäheren Gestaltung von Pausenhöfen initiiert und dabei den Wert für Wildbienen untersucht.
➡️ Hier geht's zu den spannenden Kartierungsergebnissen!
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Wildbienenparadiese auf dem Gelände der Hamburger Sternwarte
Im Astronomiepark der Sternwarte Bergedorf wurden im Jahr 2023 verschiedene Maßnahmen zur Förderung heimischer Wildbienen umgesetzt. Dabei entstanden Blühwiesen, Beete mit heimischen Wildsträuchern und -stauden sowie Nistmöglichkeiten. Wir freuen uns über das entstehende Wildbienenparadies in Hamburg.
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Ein 5-Sterne-Hotel für Wildbienen
Zwischen Congress Centrum und Millerntor, im grünen Herzen Hamburgs, liegt der Park „Planten un Blomen“. Auf über 47 Hektar bietet er zahlreichen Wildbienenarten einen wertvollen Lebensraum.
Damit Besucherinnen und Besucher die kleinen Bestäuber bewusster wahrnehmen, wurde neben dem Apothekergarten ein ganz besonderes Projekt umgesetzt: das „Hotel Wildbiene“. Die außergewöhnliche Nisthilfe ist 2,20 Meter hoch, verfügt über 59 „Stockwerke“ und rund 2.970 „Zimmer“ – ein echtes 5-Sterne-Hotel für Wildbienen.
Direkt vor der „Hoteltür“ befindet sich der Apothekergarten mit einer Vielzahl an Heil- und Gewürzpflanzen, die reichlich Pollen und Nektar liefern. So finden die Wildbienen ideale Bedingungen für Nahrung und Fortpflanzung.
Mit diesem besonderen Projekt möchten wir Aufmerksamkeit für die oft übersehenen Insekten schaffen und gleichzeitig Begeisterung für den Schutz der Wildbienen wecken.
Rote Liste
Ein weiteres Highlight unseres Engagements: Wir erstellen unter der Leitung von Wildbienenexperte Dr. Christian Schmid-Egger derzeit die erste Rote Liste der Wildbienen und Wespen von Hamburg. Seit 2016 tragen wir kontinuierlich Daten zu diesem wichtigen Projekt bei.
➡️Hier geht es zu der Roten Liste!
Vielen Dank an unsere Partner, die sich in Hamburg für die Wildbienen einsetzen!
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Anton-Rée-Schule
Die Anton-Rée-Schule engagiert sich aktiv für den Schutz von Wildbienen. Schülerinnen und Schüler bauen Nisthilfen und legen Wildblumenflächen an.
Gemeinsam entstehen so wertvolle Lebensräume, die gleichzeitig als Lernorte dienen. Die Wildbienenhotels ermöglichen spannende Naturbeobachtungen und vermitteln anschaulich Wissen über die Lebensweise der Insekten.
So wird Artenschutz direkt im Schulalltag erlebbar.
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Bezirksamt Hamburg Mitte
Zwischen Auswanderer Museum und Elbe entsteht ein neuer Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten. Eine artenreiche Wildblumenwiese verbindet Naturschutz mit einem besonderen Naturerlebnis für Besucherinnen und Besucher.
Die Fläche zeigt, wie schön und vielfältig naturnahe Begrünung sein kann – und gibt zugleich Anregungen für die eigene Gestaltung von Balkon oder Garten.
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Botanische Sondergarten Wandsbek
Der Botanische Sondergarten Wandsbek bietet mit seiner großen Pflanzenvielfalt ideale Bedingungen für Wildbienen. Zahlreiche Blühpflanzen sorgen für ein reiches Nahrungsangebot.
Ergänzend entstehen eine Wildblumenwiese und ein anschauliches Gründach-Modell. Dieses zeigt, welche Pflanzen sich für wildbienenfreundliche Dachbegrünungen eignen und gibt praktische Anregungen für Privatpersonen und Unternehmen.
So verbindet der Garten Naturschutz mit Information und Inspiration für mehr Artenvielfalt in der Stadt.
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Botanische Verein zu Hamburg e.V.
Ein langgestreckter Grünstreifen im Nordosten Hamburgs bietet ideale Voraussetzungen für artenreiche Blühflächen. Sonnige, nährstoffarme und teils sandige Bereiche schaffen gute Bedingungen für Wildbienen und Tagfalter.
Durch gezielte Maßnahmen wird die Fläche in einen blütenreichen Lebensraum entwickelt. Regionales Saatgut und Informationstafeln unterstützen dabei, die Bedeutung dieser Flächen sichtbar zu machen.
So entsteht ein wertvoller Biotopverbund entlang von Wegen – und ein lebendiger Raum für Insekten mitten in der Stadt.
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Das Geld hängt an den Bäumen gGmbH
Streuobstwiesen rund um Hamburg bieten wertvolle Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten. Die Flächen werden naturnah bewirtschaftet – ohne Düngung oder Pflanzenschutzmittel – und liegen oft in ökologisch sensiblen Bereichen.
Durch die Aussaat von regionalem Wildblumensaatgut entstehen zusätzliche blütenreiche Lebensräume. Pflege und Weiterentwicklung der Flächen sichern langfristig ihr ökologisches Potenzial.
So verbinden die Streuobstwiesen nachhaltige Nutzung mit aktivem Artenschutz.
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Deutscher Golfverband e.V.
Golfplätze bieten großes Potenzial für den Schutz von Wildbienen. Ein großer Teil der Flächen wird extensiv genutzt und umfasst Wiesen, Gehölze und Gewässer – ideale Lebensräume für viele Insektenarten.
Durch gezielte Maßnahmen werden diese Bereiche ökologisch aufgewertet, ohne den Spielbetrieb zu beeinträchtigen. Untersuchungen zeigen, dass Golfanlagen bei entsprechender Gestaltung und Pflege wertvolle Lebensräume für Wildbienen darstellen.
So lassen sich Sport und Naturschutz erfolgreich miteinander verbinden.
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Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Auf Flächen der Evangelischen Stiftung Alsterdorf entstehen neue Lebensräume für Wildbienen. Ungenutzte Bereiche werden in artenreiche Blühflächen umgewandelt und tragen so zur Förderung der Biodiversität im Stadtteil bei.
Auch weitere Standorte werden insektenfreundlich gestaltet und kontinuierlich erweitert. So entstehen vielfältige, naturnahe Lebensräume mitten in der Stadt.
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Friedhof Ohlsdorf
Friedhöfe sind wichtige Rückzugsorte für Wildtiere und Orte der Erholung zugleich. Der Ohlsdorfer Friedhof bietet mit seiner Größe und Vielfalt großes Potenzial für den Wildbienenschutz.
Durch die Entwicklung von Wildblumenflächen und die Anlage von Niststrukturen wie Totholz, offenen Bodenstellen und Böschungen entstehen wertvolle Lebensräume.
Ein Wildbienenrundgang mit Informationsstelen vermittelt Wissen vor Ort und macht die Lebensweise der Insekten anschaulich erlebbar.
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Grundschule Bergstedt
Die Grundschule Bergstedt möchte auf ihrem Schulgelände einen naturnahen Schulgarten implementieren. Dieser soll als Lern- und Naturerlebnisraum für Schüler und Schülerinnen dienen. Die Deutsche Wildtier Stiftung konnte auf dem Gelände durch die großzügige Spende der VILSA BRUNNEN Otto Rodekohr GmbHein Wildbienen-Paradies schaffen. Alle Arbeiten wurden von der BIOTOP oHG durchgeführt und erfolgten im Herbst 2022, sodass der Schulgarten ab dem Frühjahr 2023 erblühen kann.
Auf dem gesamten Gelände des künftigen Schulgartens wurden wildbienenfreundliche, biologisch produzierte und Bioland zertifizierte Wildstauden und Gehölze gepflanzt. Hierbei wurden ausschließlich heimische Arten verwendet, die Wildbienen und anderen Bestäubern über die gesamte Vegetationsperiode eine zuverlässige Nektar- und Pollenquelle bieten. Gleichzeitig können die Schulkinder im Sommer an den obsttragenden Gehölzen Früchte ernten und naschen. Auf dem gesamten Gelände wurden außerdem Frühblüher gepflanzt, um möglichst früh im Jahr Nektar- und Pollenquellen für frühfliegende Wildbienen wie den Hummeln und andere Bestäuber bereitzustellen.
Das Herzstück des neugestalteten Schulgartens ist der große Wildbienenhügel. Hierzu wurde ein großflächiger Lehmbodenaushub auf einer Fläche des Schulgartens platziert, in der senkrechten Abbruchkante viele Wildbienenarten nisten und ihre Brutgänge graben können. Auf dem Wildbienenhügel wurde für in Holz nistende Wildbienen geeignetes Totholz platziert. Diese natürliche Nisthilfe macht die Lebensweise der Wildbienenarten erlebbar und die Schulkinder können in den warmen Monaten beobachten wie die Wildbienen ihre Nester darin anlegen. Zahlreiche auf den Wildbienenhügel gepflanzte Stauden machen das Wildbienenparadies komplett, sodass die Tiere auf kleinstem Raum Nahrung und Nistmöglichkeiten finden können und sich so leicht beobachten lassen.
Um den bestäubenden Insekten ausreichen Nektar- und Pollenquellen bieten zu können, wurde auf dem Schulgartengelände eine großflächige Wildblumenwiese angelegt. Die Anlage dazu erfolgte im Herbst 2022, sodass ab dem Frühjahr 2023 die ersten Pflanzen blühen werden. Die Grasnarbe wurde entfernt und der Boden wurde ca. 15 cm ausgekoffert und mit neuem, abgemagerten Boden ohne Verunreinigungen aufgefüllt. Anschließend wurde das Saatgut ausgebracht. Es wurde ausschließlich zertifiziertes Saatgut mit heimischen, wildbienenenfreundlichen Saaten verwendet.
Auch wurden zwei große Staudenbeete mit wildbienenfreundlichen Pflanzen angelegt. Durch die Fläche führt ein schmaler Pfad, um die Blühpracht besser erlebbar zu machen. Die Kinder können so inmitten der blühenden Stauden stehen und bestäubende Insekten besser beobachten. Für die Anlage der Fläche wurde der vorhandene Boden ca. 15 cm ausgekoffert und neuer Boden mit einem Kompostanteil ausgebracht. Dies führt zu einer Abmagerung des Bodens, was ein Verdrängen der gepflanzten Stauden durch dominante Beikräuter verringert.
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Gyula-Trebitsch-Schule
In der Gyula Trebitsch Schule in Hamburg-Tonndorf ist unser Wildbienenteam zusammen mit Schülerinnen und Schülern für Wildbienen in Aktion getreten. Das Programm: ein Einsatz für den Natur- und Artenschutz – und gleichzeitig den Schulhof verschönern. Zu Beginn des Aktionstages um 9 Uhr morgens gab es eine kurze Einweisung, wer was wo einpflanzen soll. Am Abend zierten dann 2.000 Wildstauden das Schulgelände.
Am Samstag, den 23.04.2022, fand ein Aktionstag zur naturnahen Bepflanzung des Pausenhofes der Gyula Trebitsch Schule statt. Mehr als 20 Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler haben daran teilgenommen. Bei Sonnenschein pflanzten die Teilnehmenden über 2.000 Wildstauden. Die Natur- und Artenschützer der Deutschen Wildtier Stiftung, Julia-Marie Battermann und Manuel Hensen, haben diesen Tag zusammen mit der Garten- und Landschaftsbaufirma BIOTOP oHG geplant und koordiniert – und auch selbst den Spaten geschwungen. Getragen wurde die Aktion maßgeblich durch eine Spende von YogiTea.
Um die Beete anlegen zu können, haben wir die Flächen zunächst vorbereitet. Unerwünschte Beikräuter wie Gräser oder Sauerampfer haben wir entfernt, um den neu eingesetzten Stauden den nötigen Raum zum Anwachsen zu bieten. Je nach Standort und Lage des Beetes wurde eine Auswahl an unterschiedlichen Stauden und Frühblühern getroffen, die die Teilnehmenden dann unter Anleitung eingepflanzt haben. Sie bieten Wildbienen ein vielfältiges Nahrungsangebot. In die schattigen Bereiche pflanzten wir unter anderem Bärlauch, Schlüsselblumen und Waldmeister. In sonnige Ecken setzten wir zum Beispiel Färberkämillen, Rote Lichtnelken und Wilde Malven. Wir sind gespannt, wie sich die Pflanzen entwickeln.
Nun ziert auch ein Wildbienen-Lehrpfad das Gelände der Gyula-Trebitsch-Schule auf dem kleine und große Natur-Interessierte viel über Wildbienen und ihre Lebensweise lernen können.
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Airport Hamburg
Der Flughafen engagiert sich für mehr Lebensräume für Wildbienen auf dem Gelände. Große, blütenreiche Wiesen, Gehölze und Gewässer bieten ideale Bedingungen – in dieser Größe und Qualität sind solche Flächen in Hamburg selten.
Durch die Anlage von Wildblumenflächen, offenen Bodenstellen und standortgerechten Gehölzen entstehen wichtige Nahrungs- und Nistangebote. Auch öffentlich zugängliche Bereiche werden insektenfreundlich gestaltet. Nisthilfen ermöglichen zudem spannende Einblicke in die Lebensweise der Wildbienen.
Die Flächen werden kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert.
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Hamburger Verkehrsverbund
Haltestellen sind mehr als Verkehrsknotenpunkte – sie sind Orte der Begegnung und prägen das Stadtbild. Durch die gezielte Gestaltung von Grünflächen entstehen hier neue Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten.
Gemeinsam werden bislang wenig beachtete Flächen in artenreiche Blühbereiche verwandelt. So verbessern sich sowohl die Aufenthaltsqualität für Fahrgäste als auch die ökologische Funktion dieser Räume. Blühflächen, standortgerechte Pflanzen und ergänzende Nistangebote schaffen wichtige Nahrung und Lebensräume und stärken den Biotopverbund in der Stadt.
Die Maßnahmen werden jeweils an die Bedingungen vor Ort angepasst. Dazu zählen die Anlage von Wildblumenwiesen, die Pflanzung robuster, heimischer Arten sowie die Schaffung von Niststrukturen. Informationsangebote vor Ort machen die Bedeutung der Flächen sichtbar und erlebbar.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie urbane Grünflächen ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden können – für mehr Biodiversität und ein attraktiveres Stadtbild.
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Harburg blüht!
Zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Harbuger Bezirksamt haben wir das Projekt „Harburg blüht“ initiiert. Ziel ist eine Wildblumen-Begrünungsoffensive im ganzen Bezirk. Mit einer Projektfläche in der Bunatwiete konnten wir 2023 bereits beginnen.
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Imkerverein Harburg
Auch Städte können wertvolle Lebensräume für Wildbienen sein – vorausgesetzt, sie bieten ausreichend Nahrung und geeignete Nistmöglichkeiten.
Gemeinsam engagieren sich lokale Akteure dafür, urbane Räume wildbienenfreundlich zu gestalten. Ein wichtiger Baustein sind große Wildbienenhotels mit begleitenden Infotafeln, die Lebensräume schaffen und gleichzeitig Wissen vermitteln.
Besonders wichtig ist die Einbindung von Kindern: In Projekten gestalten sie eigene Nistelemente und lernen dabei die faszinierende Lebensweise der Wildbienen kennen. So entsteht früh ein Bewusstsein für den Schutz dieser wichtigen Insekten.
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Kindertagestätte St. Paulus
Die Kindertagestätte St. Paulus hat im Frühling 2020 das 5.000 Quadratmeter große Außengelände wildbienenfreundliche bepflanzt. Die Kinder können sich auf eine „dufte“, naturkundlich spannende Wiese freuen und den Wildbienen bei der Arbeit zuschauen. Dies wird möglich durch eure Hilfe. Danke!
Passend für den Standort wurden einheimische Wildstauden bestimmt, die exakt den Bedürfnissen der Wildbienen im Hamburger Raum entsprechen. So werden bereits ab dem Frühjahr Frühblüher die ersten Insekten anlocken. Weitere Staudenarten sind so gewählt, dass die ganze Wildbienen-Saison über Nahrung zu finden sein wird. Zugleich bekommen die Kita-Kinder so über einen längeren Beobachtungszeitraum hinweg hautnah mit wie es sich als Wildbiene so lebt. Von der Nahrungsaufnahme bis zum Nisten, besonders schön zu sehen in der Wildbienenwand, aber auch in dem ein oder andren alten Baumstamm, wird der ganze Lebenszyklus nachvollziehbar sein.
Wir freuen uns sehr, diese Kita mit 150 Kindern unterstützen zu können, die wertvolle Arbeitet leistet in einem multikulturellen Stadtteil. Lebensbejahend verfolgt die Kita ein naturnahes Konzept beispielsweise auch bei der ausgewogenen Ernährung der Kinder – jeden Tag wird frisch aufgetischt aus der eigenen Küche. Auch die Eltern sind dabei sehr aktiv und tragen dazu bei, ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Mit dem Wildbienen-Projekt kommt nun eine sinnvolle Ergänzung des Kita-Konzepts hinzu.
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Landesbund der Gartenfreunde e.V.
Kleingartenanlagen sind wichtige Rückzugsorte für Wildbienen in der Stadt. Mit ihrer Vielfalt an Strukturen und Blühpflanzen bieten sie ideale Bedingungen – besonders, wenn sie naturnah bewirtschaftet werden.
Gemeinsam mit Partnern wird das Wissen über die ökologische Bedeutung von Wildbienen gestärkt und dazu ermutigt, Gärten vielfältig und insektenfreundlich zu gestalten.
Ein zentrales Element ist der Wettbewerb „Ausgezeichnete Vielfalt – Mein naturnaher Garten“. Er macht sichtbar, wie engagierte Gärtnerinnen und Gärtner sowie Vereine ihre Flächen naturnah entwickeln und damit wertvolle Lebensräume schaffen.
So entstehen lebendige, artenreiche Gärten, die einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in der Stadt leisten.
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Lebenshilfewerk Pinneberg e.V.
In Pinneberg entstehen neue Lebensräume für Wildbienen. Auf dem Gelände am Eichenkamp werden Rasenflächen in artenreiche Wildblumenwiesen umgewandelt und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.
Die Bepflanzung wird gezielt an die Standortbedingungen angepasst: Unterschiedliche Saatgutmischungen sorgen dafür, dass sowohl trockene als auch feuchtere Bereiche optimal entwickelt werden können.
Ergänzt wird die Fläche durch eine große Nisthilfe, die Wildbienen geeignete Brutplätze bietet und gleichzeitig über das Projekt informiert.
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Loki Schmidt Garten
Der Loki-Schmidt-Garten im Hamburger Westen zählt zu den artenreichsten Lebensräumen für Wildbienen in der Stadt. Vielfältige Pflanzen und Strukturen bieten ideale Bedingungen für zahlreiche Arten.
Ein Lehrpfad macht die Welt der Wildbienen anschaulich erlebbar. An mehreren Stationen vermitteln Informationstafeln Wissen über ihre Lebensweise und die enge Verbindung zu bestimmten Pflanzen.
So verbindet der Garten Naturschutz, Bildung und Naturerlebnis auf besondere Weise.
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Planten un Blomen
Mitten im Hamburger Park „Planten un Blomen“ entsteht ein besonderer Lebensraum für Wildbienen. Die weitläufigen, blütenreichen Flächen bieten zahlreichen Arten ideale Bedingungen.
Ein Highlight ist das „Hotel Wildbiene“ – eine große Nisthilfe mit zahlreichen „Zimmern“. Direkt angrenzend liefert der Apothekergarten mit seinen Heil- und Gewürzpflanzen reichlich Pollen und Nektar.
Das Projekt macht Wildbienen sichtbar und lädt dazu ein, ihre Bedeutung zu entdecken und ihren Schutz zu unterstützen.
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Rotary Club Ahrensburg
Offenlandlebensräume sind wichtige Lebensräume für Wildbienen und Schmetterlinge. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung sind jedoch viele dieser Flächen verloren gegangen.
Ein gemeinsames Projekt setzt hier an und schafft auf Ackerflächen neue, blütenreiche Lebensräume. Durch die Aussaat vielfältiger Pflanzenarten entstehen wertvolle Nahrungsangebote für bestäubende Insekten.
So wird die Agrarlandschaft gezielt aufgewertet und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet.
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SOS-Kinderdorf Worpswede
Für diese Kooperation nehmen wir gerne mal einen weiten Weg auf uns: Das SOS-Kinderdorf Worpswede ist nun auch im Wildbienenschutz aktiv! Auf 2.000 Quadratmetern ist ein wertvoller Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten entstanden, der Kinder und Jugendliche die Natur hautnah erleben lässt. Ein besonderes Highlight sind die zwei großen Wildbienenhotels mit integrierten Informationstafeln, die eigens für die Blühwiese des SOS-Kinderdorfes entwickelt wurden. Den Kindern und Jugendlichen wird auf anschauliche Weise gezeigt wie Wildbienen leben. Ein großes Dankeschön an die Dr. Marion Meyenburg-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projektes.
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Sternwarte Bergedorf
Im Astronomiepark der Sternwarte Bergedorf wurden mit unserer Unterstützung über das Jahr 2023 verschiedene Maßnahmen zur Förderung heimischer Wildbienenarten umgesetzt. Es wurden Blühwiesen und Beete mit heimischen Wildsträuchern und Wildstauden als Nektar- und Pollenquellen für die Wildbienen angelegt. Aus Material, das großenteils bereits im Park vorhanden ist, wurden außerdem Nistmöglichkeiten geschaffen. Dazu gehören freie Plätze im Boden, Tot- und Lebendholz sowie markhaltige Stängel. Die Umgestaltung konzentrierte sich auf die Geländeflächen zwischen Großem Refraktor, Meridiankreis und Äquatorial im südlichen Teil des Parks. Wir freuen uns auf ein weiteres Wildbienenparadies in Hamburg!
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Stiftung Ausgleich Altenwerder
Im Zuge des Hafenausbaus wurden im Hamburger Stadtteil Altenwerder wertvolle Biotope zerstört. Die Stiftung Ausgleich Altenwerder hat das Ziel, diese Verluste auszugleichen. Zusammen mit ihr werten wir im Osten Wilhelmsburgs seit 2016 ehemalige landwirtschaftliche Flächen auf und stellen dafür regionales Wildblumensaatgut zur Verfügung. Insgesamt 90.000 Quadratmeter ehemalige Ackerflächen wurden bereits in artenreiches Grünland verwandelt. Dabei ist die Saatgutmischung an den nähstoffreichen Boden angepasst. Die Anlage, Pflege und weitere Entwicklung der Fläche wird von der Stiftung Ausgleich Altenwerder durchgeführt.
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Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
Früher wurde auf der Elbinsel Kaltehofe Trinkwasser für die Stadt Hamburg gefiltert. Heute vereint der Ort Industriedenkmal, Naturpark, Tagungszentrum und Naturerlebnispfad. Mehr als 280 Pflanzen- und 44 Vogelarten leben auf Kaltehofe. Damit auch Wildbienen hier gute Lebensbedingungen finden, haben wir Blühstreifen angelegt. Außerdem sollen Apfelbäume gepflanzt werden, die das Nahrungsangebot für Bestäuber weiter verbessern.
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Technische Universität Hamburg Harburg
Der Uni Campus als Lebensraum für Wildbienen!
Zusammen mit der Technischen Universität Hamburg Harburg haben wir gemeinsam intensiv gepflegte Zierrasen in bunt blühende Wildblumenwiesen verwandelt. Zusätzlich wurden Informationstafeln sowie eine Wildbienennisthilfe aufgestellt, an denen sich Interessierte über die faszinierenden Insekten informieren können
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Tierpark Hagenbeck
Der Tierpark Hagenbeck bietet mit seinen vielfältigen Strukturen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Wildbienenarten – ergänzt durch angrenzende Grünflächen und Kleingärten.
Durch insektenfreundliche Maßnahmen wie Blühpflanzungen, Nisthilfen, Totholz, Gewässer und naturnahe Pflege entstehen wichtige Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten. Ein Lehrpfad mit mehreren Stationen macht ihre Lebensweise für Besucherinnen und Besucher erlebbar.
Untersuchungen zeigen die besondere Bedeutung des Tierparks: Eine Vielzahl, teils seltener Arten findet hier geeignete Bedingungen. Damit wird deutlich, welches Potenzial auch innerstädtische Räume für den Erhalt der Insektenvielfalt haben.
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Wall GmbH
Im Rahmen eines Pilotprojektes des Hamburger Senats und der Wall GmbH hat die Wall GmbH in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtier Stiftung auf zwei ausgewählten Buswartehäuschen des Stadtgebiets (Stadthausbrücke & Osterstraße) blütenreiche Gründächer zur Förderung der Wildbienen- und Insektenfauna in der Stadt angelegt. Im Jahr 2022 wurde ein Monitoring der auf den Gründächern auftretenden Wildbienen- und Wespenarten durchgeführt, um erste Ergebnisse zur Bedeutung dieser kleinflächigen Habitatinseln für blütenbesuchende Insekten im Lebensraum Stadt zu erhalten. Seit kurzem stehen uns die Ergebnisse des Monitorings zur Verfügung: Es konnten insgesamt 49 verschiedene Bienen- und Wespenarten nachgewiesen werden, darunter auch ein Neunachweis für die Stadt Hamburg. Seit 2024 wird das Projekt auf fünf weitere Standorte ausgeweitet. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg!
Begrünter Fahrgastunterstand an der Stadthausbrücke.
Termine in Hamburg