Bienen brauchen Blüten! Klar, das ist allgemein bekannt. Doch das Bild, das die meisten dabei vor ihrem inneren Auge haben, zeigt bunte Wildblumenwiesen. Die sind in der Tat eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen (und wir brauchen dringend mehr davon!), doch nicht jeder, der etwas für die gefährdeten Hautflügler tun will, hat Platz für solch eine Wiese. Eine Alternative für Wildbienenfreunde mit wenig Platz sind heimische Wildpflanzen in Blumenbeeten. Denn auch Rabatten lassen sich statt mit den „üblichen Verdächtigen“ wie Geranien, die aus ökologischer Sicht wertlos sind, mit bunt blühenden Wildstauden bepflanzen. Eine Übersicht über geeignete Pflanzenarten gibt es in unseren Praxistipps.

Ein schönes Beispiel erfreut derzeit das SeniorenWohnen Kieferngarten. Die Einrichtung, die vom Bayerischen Roten Kreuz getragen wird, ist seit letztem Winter Projektpartner. Neben zwei Bereichen, die zu Wildblumenwiesen umgewandelt werden, wurden auch mehrere Beete neu geschaffen und alte Beetstrukturen neu bepflanzt. Eine davon ist das Rondell im Rosengarten. Hier wurden bisher immer Blühpflanzen der Saison gepflanzt und nach ihrem Verblühen ersetzt. Das sollte in diesem Jahr anders werden! Bereits im Frühjahr wurden über 200 Stauden für das gesamte Gelände bei verschiedenen Gärtnereien bestellt. Da in diesem Frühling die Gärtnereien mit einer wahren Flut an Bestellungen überhäuft wurden kam es zu sehr langen Lieferzeiten und teilweise auch zum Lieferstop. Damit im leeren Rondell wenigstens etwas blüht wurden es deswegen zur Hälfte mit roten Geranien bepflanzt. Doch nach den Wochen des Wartens konnte dann der Rest mit Hornklee, Moschus-Malve, Wollziest und anderen heimischen Pflanzen bepflanzt werden.

  • Rondell im Januar 2020

  • Juli 2020

  • Eine wirklich gelungene Alternative!

  1. Im Winter war das Rondell mit Besenheide bepflanzt.
  2. Im Mai wurden endlich die heimischen Wildpflanzen gepflanzt. Foto: Jennifer Getzreiter
  3. Juli 2020: Hier geht’s rund! Hornklee, Moschusmalven und Co blühen um die Wette! Foto: Jennifer Getzreiter
  4. Heimische Wildpflanzen neben Geranien; Sieger nach Punkten: die heimische Artenvielfalt! Foto: Jennifer Getzreiter
  5. Wiesen-Flockenblume: Nicht nur in der Wiese ein Bienenmagnet! Foto: Jennifer Getzreiter

Doch damit nicht genug: Nach und nach soll in den Beeten auf dem gesamten Gelände der Bestand um heimische Pflanzen ergänzt werden. Ziel ist ein Blütenangebot vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst!