Die Zoologische Staatssammlung München (ZSM) ist für eine erfolgreiche wissenschaftliche Begleitung des Projektes ein wichtiger Projektpartner. Die ZSM ist als nachgeordnete Dienststelle der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) eine der größten naturkundlichen Forschungssammlungen der Welt. Im Laufe des Projektes gesammelte Wildbienenexemplare werden der ZSM für die entomologische Sammlung zur Verfügung gestellt.

Am 15.2.20 fand in der Zoologischen Staatssammlung München ein ganztägiger Wildbienenbestimmungs-Workshop statt: An diesem Tag konnten 10 Teilnehmende einen Einblick in die Artenvielfalt der Wildbienen gewinnen. Am Vormittag führte eine externe Referentin in die häufigsten Gattungen ein, stellte die unterschiedlichen Ansprüche an Nahrungsquellen und Nistgelegenheiten dar und erklärte auch gesetzliche Schutzbestimmungen. Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden dann die Gelegenheit mithilfe der technischen Ausstattung der Zoologischen Staatssammlung selbstständig Wildbienen zu bestimmen, wobei die Referentin helfend zur Seite stand. Da der Workshop sehr stark nachgefragt wurde sollte eigentlich noch ein zweiter stattfinden, aber durch die Covid-19-Pandemie konnte dieses Vorhaben leider noch nicht verwirklicht werden.

Neben der wissenschaftlichen Begleitung werden auch auf dem Gelände der ZSM Maßnahmen für Wildbienen umgesetzt. So wurde bereits stellenweise der Oberboden abgeschoben, um im Boden nistenden Wildbienen Raum für ihre Nester zu bieten. 2019 wurde eine etwa 600 m² große Blühfläche aus autochthonem Saatgut angelegt. Am Rand der Fläche informiert eine Lehrtafel über den Lebensraum Wildblumenwiese, an zwei Nisthilfen kann das Nistverhalten der Tiere beobachtet werden.

  • Insektensammlung

    Nur was man kennt kann man schützen!

  • Neue Blühfläche

    Für die Ausaat vorbereitete Fläche im Frühjahr 2019.

  • Zwei Niststämme ergänzen das Nistplatzangebot.

  • Eine Tafel informiert die Besucher über den Lebensraum WIldblumenwiese.