Im Mai 2019 konnten wir den Mittelstreifen der Altonaer Straße im Bezirk Mitte für Wildbienen und andere Bestäuber aufwerten.  Auf insgesamt 1.794 Quadratmetern legten wir zur Förderung der vorher kurzgehaltenen Rasenfläche Wildblumenwiesen an. Zudem entwickelten wir auf 75 Quadratmetern offene Bodenflächen als Nisthabitate.

Das verwendete Saatgut stammt aus dem Berliner Raum und ist in seiner Artzusammensetzung optimal an die Bedürfnisse der Wildbienen angepasst. Auch viele weitere Bestäuber profitieren von dieser Pflanzenauswahl. Um interessierte Passanten über die Maßnahmen im Zuge des Projektes aufzuklären, wurden zwei Informationsschilder aufgestellt.

Da sich die Wildblumenwiese im Jahr 2019 nicht wie gewünscht entwickelte, wurde der Großteil davon im März 2020 überarbeitet.

Ergebnisse der wissenschaftlichen Begehung vor der Instandsetzung:

Auf der, in mitten einer vierspurigen Straße gelegenen, Projektfläche konnten bei einer Begehung im Jahr 2019 fünf verschiedene Wildbienenarten nachgewiesen werden. Diese Arten sind vergleichsweise anspruchslose Arten und waren auf der Fläche nur verstreut oder selten anzutreffen. Eine der Arten steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste Berlins.

Fazit: Im damaligen Zustand spielte die Projektfläche nur eine sehr untergeordnete Rolle für die Wildbienenfauna.

Die auf der Projektfläche Altonaer-Straße nachgewiesenen Wildbienenarten vor Beginn der Instandsetzungsarbeit
Wissenschaftlicher NameDeutscher Name
Lasioglossum calceatumGewöhnliche Schmalbiene
Lasioglossum pauxillumAcker-Schmalbiene
Bombus pascuorumAckerhummel
Andrena barbilabrisBärtige Sandbiene
Andrena labiataRote Ehrenpreis-Sandbiene