Die Forckenbeckstraße ist ruhig gelegen und umfasst ca. 1.500 Quadratmeter. Sie zeichnet sich durch eine magere Vegetation und leichte Hanglage aus. Trotz einer vielfältigen Frühjahrsblüte konnten nur vereinzelte Wildbienenarten nachgewiesen werden. Im Sommer dominiert hier stark die Luzerne, die nahezu nur von Hummeln und Honigbienen aufgesucht wurde. Auch hier ist es geplant sowohl Nahrungs- als auch Niststrukturen zu schaffen. Zusätzlich sollen künstliche Nisthilfen mit Informationen über das Projekt und die Bedeutung der Wildbienen aufklären.

 

Ergebnisse der wissenschaftlichen Begehung:

Die Rasenfläche an der Straßenkreuzung Forckenbeckstraße / Cunostraße zeichnete sich an allen Untersuchungstagen durch einen artenarmen und lückigen Bewuchs aus. Mit 10 Arten ist die Anzahl wichtiger Nahrungspflanzen sehr klein. Zeitweise war die Fläche nahezu blütenfrei (am 28. Juni kurz nach einer Mahd), an anderen Tagen war die Blütendichte (nicht Blütenvielfalt) höher, vor allem die Dichte an blühender Luzerne. Die geringe Blütenvielfalt bedingt eine geringe Anzahl an Wildbienenarten, die mit sechs Arten sehr klein ist.

Das Artenspektrum setzt sich aus überwiegend anspruchslosen und ungefährdeten Arten zusammen. Diese wurden zumeist selten bis zerstreut auf der Fläche nachgewiesen, nur die Ackerhummel wurde häufiger beobachtet. Die Arten Melitta leporina und Megachile ericetorum sind oligolektische Bienen, die auf Schmetterlingsblütler spezialisiert sind. Sie profitieren von dem etwas größeren Luzerne-Bestand.

Fazit: Auch diese Projektfläche ist in dem derzeitigem Zustand für die Wildbienenfauna eher von geringer Bedeutung, wenn auch zwei Nahrungsspezialisten nachgewiesen wurden. Sie bietet sich für die Ansaat einer Blühmischung und für weitere Maßnahmen an (Errichtung von Totholzstrukturen, Entwicklung von Hochstaudenbeständen  im Saumbereich). Die Anlage einer Blühfläche wird sich voraussichtlich positiv auf die Wildbienenfauna auswirken, falls die richtigen Pollen- und  Nektarquellen zur Blüte gelangen. In der weitläufig bebauten Umgebung der Projektfläche sind viele Grün- und Freiflächen vorhanden, die als „Quellbiotope“ für die Ausbreitung von Wildbienenarten dienen können.

Die auf der Projektfläche Forckenbeckstraße nachgewiesenen Wildbienenarten.
Wissenschaftlicher NameDeutscher Name
Hylaeus hyalinatusMauer-Maskenbiene
Lasioglossum morioDunkelgrüne Schmalbiene
Melitta leporinaLuzerne-Sägehornbiene
Megachile ericetorumPlatterbsen-Mörtelbiene
Bombus lapidariusSteinhummel
Bombus pascuorumAckerhummel